Skihochtour Piz Palü

14. Mai 2015

Der Piz Palü in der Berninagruppe, gilt als einer der formschönsten Berge in den Alpen. Grund genug, vor dem Schlechtwettereinbruch in diese Gegend zu fahren und die günstigen Verhältnisse nutzen.

Gemeinsam mit meinen Freunden Dani, Pia & Michi starte ich Donnerstag früh Richtung Schweiz…

Die Diavolezza Bahn erspart uns die ersten 1000 Höhenmeter, trotzdem sind es von der Bergstation nochmal 1000 Höhenmeter bis zum Gipfel. Die Umgebung ist wirklich wunderschön und faszinierend! Bis auf einen Skibergsteiger, der auf den Ostgipfel in 1,5 Stunden rennt und einen Vater mit Tochter, die uns bei der Abfahrt entgegen kommen, sind wir überraschenderweise die Einzigen am Berg! Wow, fast unglaublich! Schließlich ist der Palü ein “Modeskihochtourenberg”, da müssen ja schließlich alle mal rauf ;-) Verständlicherweise… Und durch die Bergbahn wird dieser Berg doch einem breiten Publikum zugänglich…

Eindrucksvoll sind die tiefen Spalten, die den Gletscher zerfurchen, die Gratwanderung zum Ost- und dann weiter zum Hauptgipfel. Michi und ich werfen einen Blick in die Nordflanke des Piz Palü. Die Soresini Linie wäre auch eine Abfahrtsmöglichkeit. Eine Steilwandabfahrt die es in sich hat. Nein, nicht an diesem Tag. Mein Kopf fühlt sich leer. Dafür müssen die Verhältnisse zu 100% passen. Eben nicht an diesem Tag. Vom Ostgipfel fahren wir am Grat entlang retour und über die Aufstiegsroute ab. Wir entscheiden uns gegen die Variante über den Morteratschgletscher abzufahren und das Tal hinauszuwandern. Stattdessen steigen wir wieder Richtung Bergstation Diavolezza auf und fahren im Sulzschnee bis ins Tal. Es war ein herrlicher Tag!!!! Happy faces – alle glücklich und zufrieden!

DANKE Dani, Pia und Michi für den super Ausflug!!!! Scheeeee woars!!!!

Und jetzt lasse ich die Bilder sprechen:

Hintere Schwärze Nordwand

10./11. Mai 2015

Frühjahrszeit. Jetzt sind die steilen Nordwände wieder ein Thema und die Bedingungen im Moment sind ganz passabel. Gemeinsam mit meiner Bergans Teamkollegin Lori Huber haben wir die Hinter Schwärze Nordwand ins Visier genommen. Mit einer Länge von 280 Höhenmetern ist sie nicht lang, aber mit bis zu 55 Grad doch sehr steil.

Wir fahren nach Vent, dem Ausganspunkt unserer Tour. Vent, das Bergsteigerdorf im hintersten Ötztal ist wie ausgestorben. Die Wintersaison ist vorbei und somit sind nur noch wenige Einheimische im Ort…

Mit schwerem Gepäck marschieren wir in Vent los…

pix (3 von 89) [640x480]

Die Temperaturen sind perfekt, das Wetter könnte nicht besser sein. Wir beide waren zwar schon das ein oder andere Mal in Vent, aber noch nie auf der Martin-Busch Hütte. Und so passiert es, dass wir uns verquatschen und nicht mehr auf die Wegrichtung achten. Beide verlassen wir uns gegenseitig darauf, dass wir sowieso richtig sind. Ich weiß zwar, dass wir einen elendslangen Hadscher in ein Tal vor uns haben, doch das ist nicht das richtige Tal ;-) hahahaa… 45 min später sind wir in Rofen. Ich frage den Bauern zur Vorsicht nochmal, doch mein Bauchgefühl hatte schon Recht, WIR SIND FALSCH, aahhhhh…

Und das mit dem schweren Gepäck am Rücken. Na ja. Nützt nix, retour und zurück auf den richtigen Weg. Wir verlieren wertvolle Zeit, es wird langsam dunkel. Ein steiler Weg mit einigen zu überquerenden Lawinenfeldern ist zurück zu legen. 2,5 Stunden später erreichen wir endlich im Dunkeln die Martin-Busch Hütte…

pix (12 von 89) [640x480]

Nach kurzem Suchen finden wir den bestausgestatteten Winterraum der Hütte, heizen ein und kochen noch ein wenig Tee. Gegen Mitternacht legen wir uns dann schlafen… Mein Rücken ist total verspannt, die körperliche Anstrengung ist spürbar, erst spät schlafe ich ein…

Um 5.45 Uhr werde ich wach. Draußen ist es bereits hell. Tagwache dann um 6.30 Uhr. Kurzes Frühstück. Dann starten wir los…

IMG_3412 [640x480]

Wir haben nun zwei Möglichkeiten, um den Marzellferner zu erreichen. Entweder ins Bachbett abfahren, teils absteigen und die Lawinenkegel queren oder Mels’ Variante: den Bergsturz queren. Ein wenig Überzeugungsarbeit an Lori ist notwendig, denn Loris’ Variante ist sicher gescheiter, aber ein bisserl Kletterei in der Früh macht doch Spass ;-)

Also entscheiden wir uns für meine Variante… Logisch geht das!

pix (18 von 89) [640x480]

Wir queren den Bergsturz in teils mühsamer Kletterei. Quite a challenge aber alles im Griff. Irgendwann erreichen wir dann doch den Schnee und kommen gut voran. Der Aufstieg über den Marzellferner bis zum Einstieg in die Wand erweist sich als angenehm zu gehen. Zwar ist es hart, aber passt scho…

Der Versuch der Querung des Bergschrunds mittels Ski scheitert, zu hart. Umbau auf Steigeisen – Wechsel mit spuren. 50 Schritte – Wechsel. Die Wand ist wirklich steil, teils über 55 Grad (gemessene Stelle im oberen Bereich der Wand 57 Grad).

Wir kommen gut voran. Die Wand nimmt kein Ende obwohl sie nicht so lang wäre. Schritte zählen, Pickel rein hauen – weiter. Irgendwann erreichen wir dann doch den Wandausstieg, es wird flacher. Die letzten Meter bis zum Skidepot. Wir steigen zum Gipfel hoch, setzen uns auf a gmiatliches Platzerl und genießen die wohlverdiente Gipfeljause…

Nach einer gemütlichen Rast, steigen wir die paar Meter wieder ab zu den Skiern und machen uns bereit zur Abfahrt. Lori lässt mich vorfahren weil sie mir zusehen möchte. Die Wand ist wirklich steil, keine Fehler sind erlaubt. Ich schwinge sicher hinunter und mache noch ein paar Fotos von Lori. Es ist hart in der Wand, aber gerade richtig zum fahren. Es slufft fast nicht…

Wir sind heil herunten und entschließen uns für einen weiteren kurzen Anstieg Richtung Niederjochferner. Macht mehr Sinn, damit wir uns den Anstieg zur Hütte und das queren der Lawinenfelder ersparen. So kommen wir fast zur Hütte. Der Schnee ist faul, teilweise sinkt man knietief ein…

Ich halte es in den Schuhen nicht mehr aus. Zu lange war der Tag. Zu eng sind die Schuhe, denn ich bin ja immer noch abfahrtsorientiert unterwegs und da heißt es je enger desto besser ;-) Endlich die Hütte – raus aus den Schuhen – etwas trinken – zum Bach – Füße rein – herrlich…

IMG_3581 [640x480]

Wir beladen unsere Rucksäcke. In normalen Schuhen geht es zurück…

IMG_3584 [640x480]

Je weiter desto schwerer der Rucksack. Es hört nicht auf. 2,5 Stunden bergab. Für mein kaputtes Knie ist bergabwärts gehen eine Tortur. Ich hasse es. Der Rücken schmerzt, das Knie tut weh. ENDLICH. Nach einer langen Odysee erreichen wir um 21 Uhr das Auto. Sooooo froh! Geschafft! Es war ein langer Tag…

Danke Lori für das coole, gemeinsame Bergabenteuer!

Skitouring in Norway

Norway is definetely one of the most beautiful countries I’ve travelled to. So I was privileged to join photographer Toni Brey and my friend Teresa Brenner for another ski adventure to Northern Norway.

Within 10 days, we had 8 days of blue sky and sunshine, were blown away by this beautiful nature. Words can’t describe what we have seen so here are the Pictures to get an Impression:

Our first colouir but we didn't get that far. An avalanche swept Teresa 10 meters away, luckily nothing happened but now we were aware to be more careful
Our first colouir but we didn’t get that far. An avalanche swept Teresa 10 meters away, luckily nothing happened but now we were aware to be more careful
Minutes later snow was sliding down...
Minutes later snow was sliding down…
Luttinden, our first Peak. Hiked and skied this obvious colouir and had a sensational view from the top...
Luttinden, our first Peak. Hiked and skied this obvious colour and had a sensationell view from the top…

After a great stay in Senja we move on to the Lyngen Alps, where everything is bigger and more alpine. We stayed at the Jaegervasbu hut, a perfect base to start our tour to Jaegervastinden.
1500 altitude meters, a challenging approach but another sensational view from the top and a very good skiing down…

It was a wonderful journey and I’m very thankful for the opportunity that I could go there! Thanks Teresa & Toni for the memorable times!

Skiführerausbildung Teil 3 / Prüfungskurs Bielerhöhe

Nachdem ich fast zweieinhalb Wochen krank im Bett lag und mich wieder mal mit Antibiotika vollstopfen musste, wurde ich gottseidank doch noch rechtzeitig wieder halbwegs fit, um am letzten Teil der Skiführerausbildung teilzunehmen…
Besser hätte es nicht sein können: 5 Tage beste Verhältnisse – Traumwetter und super Schnee und erst am letzten Tag, genau zur Prüfung schlechtes Wetter…
Doch auch das schöne Wetter kann anstrengend sein. Vor allem wenn in der Höhe die Sonne runter knallt, jeden Tag viele Höhenmeter geknackt werden und wenig Zeit für Pausen bleibt. Es war wohl eine der intensivsten Wochen, mit extrem viel Input und viel Gelerntem.
Nun ist es vorbei.
Ausbildung bestanden. Jetzt bin ich offiziell staatlich geprüfte Skiführerin :-)
Tourenhighlight der Woche in der Silvretta: Bielerhöhe (2071m) – Überschreitung der Schneeglocke (3223m), Abfahrt über die Rotfluhlücke, Aufstieg Piz Buin (3312m). Start um 8 Uhr morgens, zurück auf der Bielerhöhe um 17 Uhr. Langer Tag.
Sonstige Touren:
Bielerhöhe (2071m) – Henne Kopf (2704m) – Aufstieg über Südgrat.
Bielerhöhe (2071m) – Lützner Sattel (2737m) – Winterberg (2932m)
Bielerhöhe (2071m) – Madlenerscharte – Madlenerspitze (2969m) – Geschnerscharte – Vordere Getschnerspitze (2975m)

Skiing in Scotland?

“Scotland – for skiing? Can you ski in Scotland?” People kept asking me the same question again and again, when I told them that we’ll be leaving for a Skitrip to Scotland.

The Scottish Highlands are a hidden, unknown jewel for ski touring and steep skiing. Nobody knows, except the locals and a few other crazy people including myself. There exists even a Scottish Offpiste Skiing book, written by Kenny Biggin about the skiing possibilities at Nevis Range and Ben Nevis. It is offering a great overview what the Terrain has to offer.

But why would you wanna go to Scotland if you have the Alps in front of the door? Good question. Why not?

Ready for a new adventure. So here we go. 8 days time and motivated to climb and ski Ben Nevis, the highest peak in Great Britain and find some other gullies to climb and ski. That was the aim.

The team – Teresa Brenner, skier and friend and Paul Masukowitz, photographer and friend.

Day 1. We arrived in Edinburgh late in the afternoon and it was pooring. Heavy rain but on the way to the Highlands, we had snow. Lots of snow. Seemed like it but it was late in the evening and dark outside. So we started motivated into the next day.

Day 2. A good weather day and this is how a good weather day in Scotland looks like:

pix (59 von 165) [640x480]

We started our day in the Nevis Range ski resort. Unfortunately when we got to the top station, the wind was already blowing very heavy and the visibility high up was poor. So our plan to ski the Back Corries, the so called “Backside of the Nevis Range area” with some colouir skiing had to be cancelled. No visibility and risk of high avalanche danger. Instead we were searching for snow lower down with some success. At least we had some good visibility there…

pix (56 von 165) [640x480]

pix (58 von 165) [640x480]

So no success today. Maybe tomorrow?

Day 3. Rain and wind. Not what we are looking for. We drive in direction of Glen Nevis car park and start hiking to Stob Ban, sitting in the shadow of Ben Nevis. Some classic gully skiing there? The wind is stronger. After an hour hiking in the rain and still not having snow underneath our feet, we turn around, senseless to go further. We would be blown away.

pix (93 von 165) [640x480]

Day 4. More wind and rain. High winds up at Ben Nevis with up to 180km/hour. You wouldn’t want to be up there. Would you? Maybe to try flying without parachute?

So we make it a sightseeing day. Still impressed of what nature has to offer and how many ski touring options there would be. Just nature is against us. Okay. Accepted.

pix (2 von 165) [640x480]

Eilean Donan Castle is one of the most recognised castles in Scotland, a Scottish icon and one of the most popular visitor attractions in the Highlands. So we have to go there.

pix (98 von 165) [640x480]

It is truly beautiful. Maybe not on this day though. Rain coming sideways. A quick walk around the castle, back in the car and now up for searching Nessie…

pix (106 von 165) [640x480]

We find the Loch Ness Exhibition Center, feels like in the middle of nowhere. Where is Nessie? Won’t find him or her here. A tourist trap? Back to our home in Glen Nevis.

Day 5. Another rainy, windy day. Sucks. So let’s drink Whisky. Now we know how it gets brewed.

pix (125 von 165) [640x480]

pix (127 von 165) [640x480]

Day 6. Oh wonder. The sun? Really? Just the heavy rain has washed the snow away. But what a nice sunny day to start with our hike to Lochan á Choire. We want to climb and ski Raeburn’s Gully. 6km’s of a hike with heavy load on our back and then we finally touch the snow again. We meet 4 Scottish man on the way. “And what have you been doing today?”, we asked. “Oh we’ve been snowholing. Stayed overnight in a snow cornice….” Wow. Impressed. And the guys are impressed that Paul is accompanied by two good-looking ladies. Hahaaa.

pix (142 von 165) [640x480]

By the time we reach the end of the valley, weather has changed and snow is coming from the side. Heavy winds again.

Nevertheless we start climbing Raeburn’s Gully. Snow is “running” down the colouir like a stream. Firm snow for hiking up though. Just some icy parts inbetween…

Raeburnsgully

Wind isn’t gone.

Raeburns2

But we are finally out again, climbing and skiing. Feeling how small we are. Nature is definetely stronger.

Teresa on her way down...
Teresa on her way down…

Happy to have skied some scottish snow again. A quick look back.

pix (150 von 165) [640x480]

Heavy load again. It’s dark until we get back to the car.

Day 7. Another try in the Nevis Range Ski Resort. We want to ski in the Back Corries. Weather today: not too bad. Just, strong winds again. And the fog doesn’t move away. So again no visibility high up. We wait and wait. Still not better. Without visibility and with the heavy winds – no chance. Bad luck for us. We tried but nature was stronger. We give up, pack our stuff and drive to Edinburgh. Not directly though, as the road signs lead us to Ian Burnetts’ Highland chocolatier. Chocolate. Yes! We deserve this right now!

pix (43 von 165) [640x480]

Back in Edinburgh, sightseeing and strolling around in town. Remembering the good times we’ve spent together. We really have been unlucky with the weather but Scotland is definetely worth visiting! We don’t regret anything! Okay, the weather could have been better but that’s the way it is…

I couldn’t have asked for a better team travelling with me! Thanks Teresa and Paul for the memorable time!

pix (65 von 165) [640x480] pix (155 von 165) [640x480]

Melissa Presslaber *** Professional Freeskier / Freeski Mountaineer ***

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 1,715 other followers